15.02.2012

Eine kleine Lebenstatsache

Was für eine Aussage - selten zu hören in dieser Klarheit:
"Unsere traditionelle Schule basiert auf einem falschen Denkansatz. Nämlich auf dem, dass Kinder nicht vertrauenswürdig sind, dass sie nicht lernen wollen, wenn kein Druck ausgeübt wird. Das Gegenteil ist aber der Fall: Noten zerstören die Lernmotivation, weil sie extrinsisch sind. Wenn geeignete Umgebungen geschaffen werden, kann man gar nicht verhindern, dass Kinder lernen."
Der solches sagt, ist der Erziehungswissenschaftler Olaf-Axel Burow.
Wie recht er hat!
Nebenbei: Fehlendes Vertrauen ist sehr häufig die Basis für die eingesetzte Didaktik; wer seinen Lernenden nicht vertraut, wird frontal unterrichten und kaum Ausflüge in die Lernlandschaften des SOL (selbst organisiertes Lernen) wagen. Nicht wagen können, denn solche Lernlandschaften sind gar nicht angelegt worden.....

11.02.2012

Eine kleine Lebensweisheit

"Im Grunde geht es darum, die Einfachheit des Lebens wirklich zu verstehen. Wer weiss, welche Dinge er wirklich braucht und welche nicht, der weiss, wie er sein Leben einrichten will. Wer er sein will. Wo er hin will."
Juliet Landau-Pope

06.02.2012

Der digitale Klimawandel

Ein Referat von Dr. Martin Lindner



Ärgerlich, dass die Folien nur höchst selten zu sehen sind...

30.01.2012

Wie muss der gebildete Mensch von heute aussehen?

http://bildung.posterous.com/
In der ZS Informatik Spektrum vom Oktober 2011 publiziert Gunter Dueck eine ausführliche und meines Erachtens bedeutsame Antwort auf diese Titelfrage.
Ausgehend von den Unterfragen
– Wie stellen wir uns den vorbildlich gebildeten Menschen der Zukunft vor?
– Wie sieht sein Bildungsweg aus?Wie wird der Mensch erzogen?
– Welche Bildungssysteme unterstützen ihn?
– Welche Fertigkeiten braucht ein professioneller Mitarbeiter in  welchen Zukunftsberufen?
schreitet Dueck das Feld der Erziehungs- und (Aus)Bildungsstationen ab und kommt zu folgendem (uns alle herausfordernden!) Fazit:
"Ein neues Bildungssystem muss sich der Bildung ,,runder“ Persönlichkeiten widmen. Die gute frühkindliche Erziehung muss daher viel ernster genommen werden, weil in der frühen Zeit die Charakterbildung stattfindet. Kindergärten müssen zu blühenden Stätten des Werdens werden. Schulen müssen die neuen Internettechnologien nutzen, um ihre klassische Aufgabe der Faktenvermittlung so sehr viel effektiver zu gestalten, dass viel Zeit bleibt, die Persönlichkeit zu entwickeln. Arbeitgeber dürfen nicht mehr einfach die Übernahme fertiger Persönlichkeiten aus dem Bildungssystem erwarten, sie müssen sich immer stärker daran beteiligen, Mitarbeiter auf höhere Professionalitätsstandards zu entwickeln.
Das alles geschieht derzeit nicht."

Damit das Denken die Richtung wechseln kann, schlägt Dueck neun Massnahmen vor, deren Umsetzung die erwünschte "Bildung runder Persönlichkeiten" ermöglichen könnte.
Die Lektüre dieses Artikels sei allen, wirklich allen, sehr herzlich empfohlen - er ist eine Art Synthese all der aktuellen Denkansätze, welche in Richtung Lernen 2.0 und, allgemeiner, einer grundsätzlichen Bildunsreform gehen, die dringend not tut.

26.01.2012

MedienMagie



Da macht Lernen 2.0 vielleicht noch mehr Spass...

19.01.2012

Das Lernen auf den Kopf stellen

Was für eine Metapher!
http://www.knewton.com/flipped-classroom/
Dass und wie das geht, zeigt eine eben veröffentlichte Infographik. Sie kann gleichsam als Kochrezept oder als Gebrauchsanweisung gelesen werden dafür, wie traditionelles Lernen zu Lernen 2.0 wird - vielleicht verstehen so die sich nach wie vor stäubenden Lehrpersonen, wie die Reformierung des Lehrens/Lernens umgesetzt werden kann? Denn ich gehe mit meinem Kollegen Martin Hofmann voll und ganz einig, dass es eine konsequente Reform des gesamten Bildungssystems braucht, wozu der Wille offensichtlich noch fehlt.
Was mich zunehmend wundert: Dass man offenbar lieber das Pferd am Schwanz aufzuzäumen scheint und zulässt, dass die neuen Technologien die Didaktik zu Reformen (sprich dem Bau neuer Lehr-Lern-Umgebungen) zwingen - als dem Grundsatz "Zuerst die Didaktik, dann die Wahl von Methode und Medium" nachzuleben.

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