22.08.2008

"Die logischen Ebenen"


Ursprünglich von Robert B. Dilts; Bild von R. Stumpf (http://www.nlpedia.de/wiki/Logische_Ebenen)

Das gecoachte Ich (Fragmente)

  • Erwartungen an den Einzelnen heute: Eigenverantwortung, lebenslanges Lernen, ständige Fortbildung, Selbstmanagement; Fitnesss, Schlankheit, Jugendlichkeit und Mobilität.
  • Das unternehmerische Selbst ist gezwungen, sich permanent selbst zu überfordern, um den Verdacht auf die eigene Austauschbarkeit zu widerlegen.
  • Schulz von Thun: "Was ich mir aus Mangel an Mut und Zeit geistig nicht bewusst mache, rächt sich sich unbewusst körperlich."
  • Coaching: Potenzialentwicklung. Optimierung.
  • Der Coach? - auf www.xx-well.com - ist die Software; ein Systemgenerator.

21.08.2008

Zeit ist alles?! Jedenfalls viel.

Heute beim Unterrichten wieder mal die Erfahrung gemacht, dass die wohl kostbarste Handlung einer Lehrperson darin besteht, dem einzelnen/der einzelnen Studierenden Zeit zu schenken. Ein paar Minuten Gespräch reichen, und schon hellen sich Gesichter auf, hochgezogene Schultern entspannen sich, der Gang wird aufrechter. Und Lerntipps sind mit Sicherheit angekommen (im Gegensatz häufig zu Empfehlungen, die man coram publico abgibt). - Schön!
Tatsächlich: Vom "sage on the stage" zum "coach on the side", das wird immer häufiger der Weg sein, den es in den Schulzimmern einzuschlagen gilt.

Chancen und Risiken im Bildungs-Netz

Ein Interview mit Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook.
(Hervorhebungen durch mich.)

BILDUNGaktuell: Was ist für Sie persönlich die wichtigste Innovation des Lernens?
Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook, wissenschaftlicher Leiter der LEARNTEC: Die zahllosen Möglichkeiten der „sozialen Suche“ nach Inhalten und Personen sind für mich der größte und wichtigste Fortschritt: Statt „vorverdauter“ Inhaltshäppchen von Experten gibt es kräftige Praxiskost, gewürzt mit Markierungen, Kommentaren und Kennzeichnungen anderer Nutzer, Querverweise zu Communities, die sich um Praxistransfer und ständige Qualitätsverbesserung kümmern. Es gibt Hinweise auf Experten und Expertengruppen, bei denen die „Fäden zusammenlaufen“. Endlich wird das Lernen nicht nur effizienter (WBT) und flexibler (Blended Learning), sondern auch noch effektiver und zwar durch das Einbeziehen informeller und sozialer Lernprozesse sowie auch durch die enge Vernetzung von Lern- und Arbeitsumgebung.

Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter unterstützen, den Anschluss im Umgang mit neuen Technologien nicht zu verlieren?
Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook: Niemand nimmt an einem Online-Kurs teil, weil es so schön ist, online zu lernen. E-Learning ist attraktiv, weil es eine zeitlich und räumlich flexible Lösung bietet, die es leichter macht, Beruf, Karriere und Familie oder Freizeit miteinander zu verbinden. Betriebe gewinnen und halten so talentierte und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, z. B. während Eltern- und Weiterbildungszeiten.
Erfolgreiche Ansätze zur Techniknutzung in Betrieben hatten nicht die Technik und auch nicht einfach die Akzeptanz der Technik im Auge; sie haben sich auf die Ansatzpunkte konzentriert, wo IT schon bisher erfolgreich im Einsatz war und diese schrittweise erweitert, so dass Qualität und Wirtschaftlichkeit der Lösungen stets verbessert wurden. Immer mehr Menschen tauschen im Internet ihr Wissen aus und organisieren sich in Netzwerken.

Wie können Schulen und Universitäten von den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten des Internets profitieren?
Prof. Dr. Joachim P. Hasebrook: Das neue, das „soziale Internet“ (oder Web 2.0) beruht auf drei Prinzipien: Viele Menschen können sehr einfach Inhalte beitragen, z. B. Texte, Fotos, Videos und Musik. Alle können dazuihre Meinung sagen, durch Kennzeichnung, Auswahl oder Kommentare. Alle Inhalte und Angebote im Web können einfach miteinander verbunden und vermischt werden. Kurz: Aus dem Internet der Expertenplattformen und Firmenbroschüren ist ein Netzwerk der Gerüchte, Meinungen und Bewertungen geworden.
Schulen und Universitäten müssen einerseits viel aktiver als bisher den Meinungsmarkt für sich mitbestimmen und junge Menschen auf die Gefahren der unbegrenzten Möglichkeiten im Web hinweisen. Andererseits hilft das Web 2.0 als Infrastruktur für Bildung informelle und in den Arbeitsprozess integrierte Lernprozesse zu unterstützen. Lernen wird praxisnäher und ist weniger an formale Regeln undGrenzen gebunden. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt weiter von der Vermittlung von Fachwissen und dem Trainieren von Fähigkeiten hin zu Kompetenzerwerb und Kompetenzentwicklung. Denn: Kompetenz ist die Fähigkeit in offenen Situationen erfolgreich zu handeln, und daher in unserer von Innovationen abhängigen, offenen Netzwerkökonomie wichtiger denn je.

17.08.2008

Lehrerhandeln

An der gestrigen WB-Veranstaltung in ZH (ÜK-Dozierende) Verblüffung beim Vortragen der Tatsache, dass die Relevanz des Lehrerhandelns für den Unterrichtserfolg gemäss Prof. Hch. Keller, UZH, bei 7% liege.
Ein Teilnehmer fragte in der Schlussrunde, ob es uns Dozierende denn noch brauche.

Ich meine, Lehrpersonen sind eine Art Katalysator, so etwas die Zweige bei Stendhal (De l'amour), um die sich die "cristallisation" vollzieht.

10.08.2008

Gelungen!

Die letzten Tage habe ich eine Homepage eingerichtet für meine Coachingaktivitäten; heute - auf Rat von M. Hofmann (danke!) - einen Blog dazu eingerichtet. Ich denke an alle Lehrkräfte und die phantastischen Möglichkeiten für sie, das Web zu nutzen; das "Komponieren" solcher Einheiten (HP, Blog) gelingt mithilfe einschlägiger (Gratis)Tools vergleichsweise im Nu.
Wie lässt sich wohl die - nach wie vor sehr grosse - Zurückhaltung der Lehrpersonen solchen Tools gegenüber erklären? Was an Impulsen könnte sie "springen" lassen? Eine alte Frage, deren Aktualität ungebrochen ist.