24.09.2008

Vom Segen der Unordnung - oder: Was soll man noch lernen?

Aus David Weinberger, Das Ende der Schublade. Die Macht der neuen digitalen Unordnung. Hanser 2008:
    Wachstum des Webs - laut Schätzung der Washington Post:
    7 Millionen Seiten pro Tag.
    Wachstum der Bildergalerie Flickr: rund 1 Million pro Tag
Das bedeutet: Jedermann, der Zugang zum digitalen Wissensverbund hat, wird sein Wissen so ordnen, dass das Gesuchte mit den wenigst möglichen Klicks aufzufinden ist: mittels Tags. Und Infos erst dann suchen, wenn sie benötigt werden. Faktenwissen beschwert nur noch; die Frage von Unterricht und Bildung stellt sich völlig neu. Lernen auf Halde wird überflüssig - wie soll man also NEU z.B. "Hochschultauglichkeit" definieren?
Das erste Kapitel ist hier zu lesen.
Ein Beispiel eines sozialen Netzes: FLORK. Oder WIKIPEDIA. Oder die BlogCommunity, die ihr "Wissen" offenlegt und sich gleichzeitig selbst vernetzt.

12.09.2008

Das Leonardo-Prinzip

Laut M. Gelb hat sich Leonardo da Vinci an folgenden sieben Prinzipien orientiert in seinem schöpferischen Tun:

· Curiosità: Neugier; das Streben nach Wissen
· Dimostrazione: die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen
· Sensazione: das Schärfen der Sinne
· Sfumato: Aufgeschlossenheit gegenüber Paradoxien
· Arte/Scienza: Gleichgewicht zwischen Logik und Phantasie
· Corporalità: die Kultivierung von körperlichem Fitneß
· Connessione: die Würdigung der inneren Verbundenheit aller Dinge

Siehe auch: http://www.mindgraphic.ch/kurse_davinci.html