28.06.2009

Lerpersonen als Gärtner?

Ein wundervolles Interview in der NZZ von gestern mit dem amerikanischen Literaturwissenschafter Robert Harrison über sein neuestes Buch "Gardens"; ein Auszug:
"Wir sitzen hier auf dem Campus. In Ihrem Buch betonen Sie besonders die Analogie von Bildung und Gärtnern.
Es ist ja kein Zufall, dass dieser Campus wie ein Garten angelegt ist. Schliesslich ist es noch nicht lange her, dass die Universitäten in die Städte verlagert wurden. In meinem Buch spreche ich über die Anfänge der Institutionen höherer Bildung, Platos Akademie, Epikurs Gartenschule, die mittelalterlichen Universitäten, die alle wie Gärten angelegt waren. Auch Lehren ist eine kultivierende Tätigkeit. Es benötigt dasselbe Engagement, dieselbe Pflege und Aufmerksamkeit für den Wachstumsprozess und die gleiche Fähigkeit, vorhandenes Potenzial hervorzulocken und sich entwickeln zu lassen, wie die Anlage eines Gartens. Das lateinische Wort «seminarium» bedeutet Pflanzstätte.
Was ist die wichtigste Tugend beim Gärtnern? Geduld, Fleiss oder Phantasie?
Schwer zu sagen. Geduld ist sicher eine starke Kandidatin, ohne Geduld kann aus einem Garten nichts werden. Aber sie reicht natürlich nicht aus. Ich würde sagen: Einsatz, Hingabe, Engagement."

Auch alle weiteren Aussagen lohnen die Lektüre -nicht nur des Interviews!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Takk for en interessant blogg

Anonym hat gesagt…

:)

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