09.07.2009

BANG-design und "23andMe"

BANG-Design
Der Medienphilosoph Norbert Bolz hat den Begriff 2006 geprägt und ein gleichnamiges Buch zu diesem Phänomen veröffentlicht. In einem Interview erklärt er den Term so:
"Bang ist Akronym, also ein Kunstwort, das sich aus den Anfangsbuchstaben der elementaren Grundbausteine, die unsere Welt gestalten, zusammensetzt: B steht dabei für Bit, A für Atome, N für Neuronen und G für Gen. Es beschreibt ein Design, das durch seinen Nanomaßstab in die unterschiedlichsten Lebensbereiche vordringt. Wir sind technisch zum ersten Mal in der Lage die Grundbausteine, aus denen unsere Welt gemacht ist, wie ein Legosystem zu verändern und zu optimieren." (Nano = 10 hoch minus 9 m)

Weiteres dazu hier.

23andMe
ist ein Projekt, gesponsert von Google: Da kann man für US$ 399 das eigene Genom analysieren lassen (Website hier). Problemlos. Nach drei Wochen hat man das Resultat.

Beides zusammen ermöglicht den perfekten Menschen, natürlich. Der Mensch wird sein eigener Schöpfer, natürlich.
Im didaktischen Zusammenhang jedoch stellt sich einmal mehr die Frage, was man denn in den Schulen lernen soll angesichts solcher Fort-Schritte und warum Ethik nach wie vor ein Randdasein fristet im Bildungsbereich (erst recht an den naturwissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen).
Oder ist es für solche Fragen bereits zu spät?

Die Kulturzeitschrift DU widmet sich in der Juli/August-Nummer der Thematik Natur - Kultur: Lesen!

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