24.08.2009

Lesedämmerung?

Die Lesegewohnheiten verändern sich stark gemäss einem neuen Artikel im GEO 08/2009. Interessante Zahlen:
"Knapp 60% aller US-Amerikaner rühren nach Abschluss der Highschool nie wieder freiwillig ein Buch an, 40% aller gedruckten Bücher werden nie verkauft, über die Hälfte nach dem Kauf nicht zu Ende gelesen. (S. 107)
Die Gesamtzahl der Analphabeten weltweit beläuft sich auf 776 Mio. Erwachsene. 2/3 davon sind Frauen. (111)"

Je jünger die Menschen, desto mehr nimmt die Art des Lesens hypertextartige Formen an: Man springt von Textausschnitt zu Textausschnitt, liest sozusagen nurmehr Textschnitzel auf - u.a. natürlich eine Folge der multimedialen Lesegewohnheiten: Man zieht Dialogisches, Fragmentarisches dem Textkontinuum vor (Chat, Foren, Facebookartiges, Twitter), denn man ist Teil der Netzwerkgesellschaft, die gierig auf Häppchen zu sein scheint...
Herkömmliche Bildungseinrichtungen basieren jedoch nach wie vor auf dem Medium Buch; eine weitere Bildungsrevolution scheint sich anzubahnen (man sehe nur das Experiment an der Schule Goldau, wo eine 5. Klasse mit Gratishandys ausgerüstet wurde und das Mobile Learning Einzug hält!)

Zum Trost vielleicht dies?
"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." (Arabisch)

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