28.10.2009

Lerncoaching: Wie? und: Warum?

Aus der Newsletter des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen ZNL Ulm (dem Institut Manfred Spitzers!):
"Lernen ist nicht nur aktiv, sondern immer auch individuell und persönlich. Und es entzieht sich weitgehend der Fremdsteuerung. Der Mensch lernt selbst und ständig. Wenn nun schulisches Lernen nicht einfach eine Reaktion auf Lehren ist, braucht es vor allen Dingen eins: Eine neue Lernkultur. Eine Kultur des Lernens, die Selbstwirksamkeit der Lernenden stärkt und Kompetenzentwicklungen möglich macht. Ein klassisch „schülerhafter“ Schüler ist hier aber mindestens genauso fehl am Platz wie ein klassisch „lehrerhafter“ Lehrer. Es braucht neue Rollen. Und neues professionelles Handeln. Beidseits. Der Lehrer wird zum Gestalter von tatsächlichen Lernsituationen, er wird zum Experten in Sachen Lernen. Er versteht sich fortan als Lernbegleiter oder LernCoach. Und verfolgt ein Ziel: Lernenden zum Erfolg zu verhelfen. Der Lehrer in seiner Rolle als LernCoach versteht sich als Gestalter einer förderlichen Lernkultur mit dem Ziel, institutionelles Lernen als erfolgreich und Sinn stiftend erlebbar zu machen."

Dem ist m.E. nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.
Welches sind jetzt lernrelevante Faktoren des LernCoaching?
Dazu dieser Artikel und folgender Auszug daraus:
"Beim LernCoaching geht es um den Aufbau und die Verbesserung individueller Kompetenzen und persönlichen Wissensmanagements sowie um die damit verbundenen Lernprozesse im Blick auf ihre Ökonomie, ihre Strukturiertheit, ihre Selbstregulation und ihre Sicherung.“ (Hameyer, 2004). Aber es geht noch einen Schritt weiter: LernCoaching geht davon aus, dass Schule nicht mehr wie Schule aussieht. Dass Schule sich nicht mehr wie Schule anhört. Dass Schule nicht mehr wie Schule ist. Und weil Schule nicht mehr wie Schule ist, gibt es eben auch nicht mehr die Dualität von Lehrer und Schüler. Mit dem Wandel der Schule geht ein Wandel der Rollen einher. Ansichten, Einsichten, Aufgaben, Verantwortlichkeiten verändern sich. Und zwar von Grund auf. LernCoaching ist deshalb auch und gerade Arbeit am System."
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