30.11.2009

Multitasking

Ein spannendes Gespräch mit Frank Schirrmacher unter dem Titel "Multitasking vermanscht das Gehirn" findet sich hier.
Der Autor (hier eine Besprechung seines neuesten, ausserordentlich lesenswerten und wichtigen Buches "Payback. Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen") segelt hinter Manfred Spitzer her, der bereits seit Jahren vor der Wirkung von zuviel Medien warnt (zB. im Buch "Vorsicht Bildschirm!" auch auf Youtube).

Was bedeuten diese Befunde - sie geben natürlich zu denken! - für die Schule, den Unterricht?
Ganz einfach: Dass Didaktik VOR den Technologien kommen muss. Also: Zuerst das didaktische Konzept für die Lektion, dann die evtl. ICT-Tools, nicht umgekehrt.
Viele Lehrpersonen lehnen den Einsatz der ICT mit genau diesem Argument (siehe obigen Titel) ab. Sie wollen angeblich gewissen Fehlentwicklungen nicht noch Vorschub leisten. [Alles schon gehabt: zB. beim Aufkommen des Schulfernsehens.] Im Grunde aber scheuen sie die ICT, weil sie den Eindruck haben, sie könnten sie nicht richtig handeln.
Gezielter und überlegter Einsatz neuer Medien kann jedoch das Lernen unterstützen!

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