07.02.2010

Vorbereitung auf ein gelingendes Leben

ECKART VON HIRSCHHAUSEN, Dr. med, Kabarettist und Buchautor, sagt in der heutigen SonntagsZeitung Folgendes:
[Es macht Sinn] Gesundheitsunterricht für Kinder einzuführen. Sie sollten erfahren: Wie funktioniert mein Körper? Auch das Gehirn lässt sich verstehen, wir können also lehren, wie man sich entspannt, wie sich das Gedächtnis verbessert oder wie man mit Freude lernt. Das ist alles schon lange bekannt, nur in den Schulen nicht. Die Pädagogen lernen in ihrer Ausbildung Modelle vom Menschen, die dreissig, vierzig Jahre alt sind, die Psychologen sogar Ideen aus der psychoanalytischen Tradition, die erstens falsch und zweitens schädlich sind.
Warum?
Weil sie auf Defizite fixiert sind, statt zu fragen: Was sind deine Stärken? Was macht dir Freude? Da bleibt viel zu tun. (...) Die Psychologen an der Universität Zürich machen europaweit führende Forschung zum Humor oder zu den persönlichen Talenten. Sie reparieren also nicht, was falsch ist, sondern sie trainieren, was stark ist.
Im Aargau haben die Grünen Ihre Anregung aufgegriffen, Glück müsste ein Schulfach sein. Was soll das bringen?
Es mag ja nach einem Blümchenfach klingen, aber es gibt ganz konkrete Lehrpläne, was da hineingehört. Die Grundidee ist: Alles, was wir später Depressiven in Psychotherapien oder Managern in Motivationstrainings teuer beibringen, lässt sich in der Schule lernen. Wenn wir den Anspruch haben, dass wir nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen, dann sollten wir doch in der Schule mitbekommen, was wir tatsächlich für das Leben brauchen."

Einleuchtende Gedanken, oder nicht?

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Lesen Sie das gesamte Blog, pretty good

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