04.03.2010

Eine 4. Lerntheorie

Nebst Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus scheint sich - im Zusammenhang mit dem Web 2.0- eine vierte Lerntheorie zu etablieren: der Konnektivismus. Entwickler: George Siemens (CA). Seine Leitsätze:
- Lernen und Wissen erfordert verschiedene Meinungen in einer Gesamtrepräsentation und Kennzeichnung des besten Denkansatzes
- Lernen ist ein Prozess, der spezialisierte Wissensknoten oder Informationsquellen verbindet
- Lernen ist ein Prozess, kein Endprodukt
- Kernkompetenz von heute ist die Fähigkeit, Verbindungen zw. Wissensbereichen, Ideen und Konzepten zu erkennen
- Zeitgemässes und genaues Wissen ist das Ziel aller Lernaktivitäten
(in: Hornung/Luckmann/Kalz, Selbstorganisiertes Lernen im Internet, Innsbruck 2008, S. 19)

Der erste Punkt scheint mir etwas nebulös, die anderen leuchten ein. Interessant die Definition der Kernkompetenz; sie erfordert erst recht mehr Lernlandschaften, welche SOL-orientiert sind, und eine ganz andere Kultur der Gestaltung von Lern- und Prüfungsaufgaben.

Keine Kommentare:

Blog-Archiv