22.07.2010

Angst als Motor?

Der Chefscout der Deutschen Fussballnati, Urs Siegenthaler, macht eine bemerkenswerte Aussage in einem letzthin gegebenen Interview:
"Es braucht Angst, gezügelte Angst, um Erfolg zu haben. Angst ist Anspannung und fördert die Motivation und die Konzentration, um eine gute Leistung zu bringen. Ist diese ungezügelt, geht sie über in Panik und unkontrolliertes Handeln. Michelangelo hat einmal gesagt: «Ein Bild entsteht nicht durch die Hände, es entsteht durch die Vision.» Ein Fussballer muss auch zuerst im Kopf stark sein, um gut zu werden. Wenn sich ein Orchester auf ein Neujahrskonzert vorbereitet, werden die Musiker nicht primär zusammen spielen, sondern zusammen reden, wie sie spielen wollen."
Lässt sich das übertragen auf das (schulische) Lernen? Wo doch die Hirnforschung (Spitzer e.a.) warnt davor, Lernprozesse über die Amygdala laufen zu lassen, das Angstzentrum quasi. Wo doch die landläufige Ansicht ungeteilt Anklang findet, Lernen müsse in einem positiv ausgestalteten emotionalen Kontext erfolgen.
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