28.12.2010

Sind Humanismus und Aufklärung absolute Werte?

Ein ausserordentlich interessantes Interview mit dem Philosophen Michael Schmidt-Salomon (u.a. Autor des exzellenten Buches "Jenseits von Gut und Böse") findet sich im Tages-Anzeiger von heute. Zwar bietet sich inhaltlich wenig Neues für sogenannt aufgeklärte Menschen, dennoch scheint mir wichtig, dass gewisse Gedanken wie zB.
"Wir sollten so tolerant wie möglich sein, das heisst aber auch, dass wir Intoleranz nicht tolerieren dürfen. Wir dürfen es nicht hinnehmen, dass Menschenrechte verletzt werden – und dabei ist es völlig irrelevant, ob Menschenrechtsverletzungen religiös begründet werden oder nicht. Religionen dürfen nicht über den Menschenrechten stehen, sondern müssen sich diesen Werten unterwerfen." oder
"Schülerinnen und Schüler wie bisher in unterschiedliche Religions- und Ethikunterrichte aufzuteilen, führt bloss zu einer Verschärfung der religiösen Ghettoisierung."

immer wieder vorgebracht werden, auch (und erst recht) in den Medien. Warum ich dies in meinem eduBlog erwähne? Weil Aufklärung und Humanismus zum Fundament gehören, auf dem alle Bildungsintitutionen der Welt stehen (resp. zumindest stehen sollten - und mit ihnen alle Lehrpersonen).

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