11.04.2011

Heute ist gestern ist morgen


Die Diskrepanz von heute Montag:
Ich lese einen Blogbeitrag zum Thema "How Social Media is Changing the Education Industry" und denke: Genau. So wird es auch hierzulande sein. Das wird kommen.
Eine Stunde später esse ich zu Mittag mit einer ehemaligen Lehrerkollegin des Gymnasiums; ich höre ihre Schul-Geschichten und denke: Es ist noch genau so wie vor Jahren. Hauptthema im Lehrerzimmer: "Wie formatiert man mit Word eine Maturitätsaufgabenstellung? Ich kann das nicht!"

Ich erinnere mich, wie ich Kurse absolviert habe zum Umgang mit dem Schulfernsehen. Eines Tages standen Hellraumprojektoren in allen Schulzimmern. Dann ging man ins Sprachlabor, wo alle Studierenden in Kabäuschen sassen und ich einem Raumschiffskommandanten gleich mit Kopfhörern die Schülerinnen und Schüler heimlich belauschte, um sie dann korrigieren zu können. Irgendwann der erste Beamer an der Decke des Biologiesaals. Der erste PC im Lehrerstützpunkt (den Drucker musste man selber kaufen).
Mittlerweile sind alle Schulhäuser flächendeckend medial und infrastrukturell ausgerüstet mit allem (zumindest in der CH) - nur nicht mit der Didaktik, welche YouTube, Podcasts, Facebook, iPhone, Twitter & Cie. verlangten. Sprachlabore gibts keine mehr. Schulfernsehen schon gar nicht.
Welch ein Spannungsfeld! Welch spannendes Denk- und Arbeitsfeld!

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