08.04.2011

Nachdenklich


Das Kulturmagazin DU widmet sein Aprilheft dem Thema "Digitales Leben" und bietet "Reportagen aus der Parallelwelt". Weil ich finde, dass die Artikel samt und sonders erstens interessant, zweitens hoch anregend und drittens enorm wichtig sind für uns alle - insbesondere aber für diejenigen, welche als Dozierende oder Lehrpersonen mit den neuen Medien und ihren Risiken und Nebenwirkungen zu tun haben -, erlaube ich mir ein paar Zitate aus dem Heft hier aufzulisten.
Nicholas Carr:
- Das Internet formt den Prozess des Denkens.
- Wenn wir online Multitasking betreiben, trainieren wir unser Gehirn darauf, jedem Mist Beachtung zu schenken. (M. Merzenich)
Tom Kummer:
- Facebook fördert das Heimischwerden im Fremden und Künstlichen, ohne den heimischen Herd zu verlassen.
- Mit Facebook haben die moderne Gesellschaft und ihre Beobachter eine weitere Form gefunden, um sich selbst zu beobachten. In sich selbst, gegen sich selbst. Totale Selbstanalyse versus Selbstsabotage.
Florian Rötzer:
- Nach einer aktuellen britischen Studie sind die Menschen durchschnittlich 45% ihrer Wachzeit an Informations-, Unterhaltungs- und Kommunikationsmedien angekoppelt.
- Verzichten junge Menschen, die mit digitalen Medien aufgewachsen sind, auch nur für 24 Stunden auf alle Medien, entwickeln sie bereits psychische und körperliche Symptome, wie man sie von Leuten kennt, die mit dem Rauchen aufzuhören versuchen. (Information Deprivation Disorder)

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