09.06.2011

Richard David Precht zu (Aus)Bildung und Unterricht


In einem Gespräch zw. R. D. Precht und Stéphane Hessel unter dem Titel "Wir brauchen einen neuen Aufbruch!" in der ZEIT vom 1.6.2011 äussert sich der Erfolgsautor und aktueller Titularprofessor an der Uni Lüneburg dazu wie folgt:
Ja, ich unterstütze Ihren Gedanken, dass wir uns viel mehr Gedanken um die Haltung, die innere Einstellung der jungen Menschen machen sollten. Wenn wir dies ernst nehmen, dann müssen wir unsere Kinder und Jugendlichen anders ausbilden. Dann brauchen wir ganzheitlich ausgerichtete Akademien, die an Bedeutungen arbeiten und nicht einfach an Stoff. Denn wir brauchen nicht nur Spezialisten, wir brauchen auch Generalisten, Scouts für Sinndefizit und neue Ideengeber.
(...)
Normalerweise wird einem das Visionäre in der Referendariatsausbildung ausgetrieben. Da zieht man den künftigen Lehrern den Zahn. Sie haben sich an vorgefertigte Pläne zu halten, zu möglichst hundert Prozent. Sie dürfen nicht in eine Klasse gehen und sagen: Ich bin gespannt, was heute herauskommt. Sondern die Ziele müssen sie vorher definieren, und dann kommt es darauf an, dass sie diese Ziele erreichen. Das ist das Gegenteil von dem, was für Schüler interessant ist. Ich lerne, wenn meine Neugier gefördert wird. Wenn das Ziel feststeht, kommt es auf mich nicht an.
Ganz meine Meinung!
[Quelle Bild: http://www.freidenken.eu/category/politik/]

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