30.09.2011

"Unser Wissen funktioniert heute nicht mehr."

http://www.futurict.eu
Der das sagt, ist Dirk Helbing, Professor für Soziologie an der ETHZ. Und zwar in einem Interview mit dem Tages-Anzeiger vom 27.9.2011 (S. 42). Der ganze Abschnitt:
"Die Komplexität der Welt sprengt unser Vorstellungsvermögen. Bei der Finanzkrise hat sich das ja gezeigt. Unser Wissen funktioniert heute nicht mehr – es stammt noch aus der wenig vernetzten Welt."
Effektiv ist es ja so, dass Schul- und Studienwissen gnadenlos veraltet, weil es bekanntlich träge ist. Das, was jemand heute in den ersten beiden Semestern Life Science an einer Hochschule lernt, ist oft nur noch zum Teil gültig nach dem Studienabschluss. Ganz allgemein liegt hier eine der grossen Schwierigkeiten aller Bildungssysteme: Was an Wissen soll gelernt werden? Auf welche Welt soll zB. Schule vorbereiten? Wie vorausgreifend dürfen Lehrpläne sein (zB. der Lehrplan 21, der jetzt in der Pipeline liegt)? Sollen Zukunftsforscher Einsitz nehmen in die Lehplankommissionen?
Zurück zum Autor: Er koordiniert das Grossforschungsprojekt "Futur ICT" - eine sehr spannende Sache!

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