18.09.2011

Was braucht es, um Erfolg zu haben?

Der Physik-Nobelpreisträger Heinrich Rohrer (Rastertunnelmikroskop) im ALPHA vom 17.9.2011:


Womit würden Sie persönlich Ihren Arbeitserfolg erklären? In welcher Weise haben Sie sich von anderen Wissenschaftlern abgehoben?
«Ich war ein relativ guter Schüler und Student. Was mir aber wichtiger erscheint ist die Tatsache, dass ich ein Gefühl dafür habe, was wichtig sein könnte und was nicht.  Aus-serdem kann ich bedeutungsvolle Beiträge leisten zu Sachfragen, die mir als essenziell erscheinen. Jedoch, ich bin kein intellektueller Riese. Intellekt und Kreativität schliessen  sich zwar nicht aus, aber es ist gleichwohl ein gewisser Gegensatz. Damit will ich andeuten, und dies ist meine persönliche Erfahrung, dass superintellektuelle Menschen oftmals nicht besonders kreativ sind. Und superkreative sind recht intelligent, aber müssen nicht unbedingt überintellektuell sein. Ich glaube auch, wenn man sich zu fest nur auf eine Sache fixiert, dann hat man weniger Ressourcen für ein breites Spektrum. Das ist sehr schwierig in Worte zu fassen, aber mir war der weitgreifende Blick ein Vorteil. Des Weiteren sind Ausdauer und Beharrlichkeit ganz entscheidend. Man muss das, wozu man sich entschlossen hat, mit vollem Einsatz verfolgen. Das muss der Grund- und Leitsatz sein.»

Also: Wo lernt man das? Wann? Und wie? Diesen Blick fürs Wesentliche, Ausdauer, Beharrlichkeit? Und Kreativität?
Besonders schön finde ich, dass ein Nobelpreisträger für Physik (immerhin!) von sich sagt: "Ich bin kein intellektueller Riese." Das macht uns Nicht-Nobelpreisträgern Mut...

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