18.10.2011

Standardisierung ist der Tod der Bildung

 Quelle: Hans Traxler
Erschreckend die Nachricht in den heutigen Zeitungen - als Beispiel die Meldung der NZZ (S. 10):



Die Nordwestschweiz will gleiche Schul-Tests
Bildungsraum wird konkret
dgy. Basel · Aargau, Baselland, Basel-Stadt und Solothurn wollen die Leistungstests an ihren Schulen harmonisieren. Die kantonal unterschiedlichen Tests werden durch gemeinsame Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften abgelöst, wie die Bildungsdirektoren am Montag mitteilten. Auch die Maturitätsprüfungen sollen nach einheitlichen Rahmenbedingungen stattfinden. Realisiert wird das Projekt, mit dem Leistungen über die Kantonsgrenzen hinweg vergleichbar werden sollen, bis 2016. 2009 hatten die vier Kantone die Schaffung eines Bildungsraums Nordwestschweiz vereinbart.
Dass solches zu einem Teaching to the Test führt und in eine Bildungssackgasse mündet - Frankreich macht das seit Jahrzehnten vor! - wird sogleich klar, und wenn man dazu noch bedenkt, dass diejenigen, die alle bewundern, nämlich die "grossen Geister", allesamt auf nicht standardtestisierten Bildungs- und Lebenswegen unterwegs waren und sind (die Einsteins, Mozarts, von Matts, Camille Claudels, unsere Bundesrätinnen etc), wird das ganze Unternehmen vollends absurd. Pro memoria: Mein Eintrag vom 20. August 2011 zum Thema Bildung! 
Wie kann man (als politische Instanz) nur junge Menschen für das Bestehen von Standard-Tests ausbilden wollen und denken, dass damit dem Bildungsgedanken Genüge getan sei!? (Siehe die geniale Veranschaulichung der Problematik durch Hans Traxler oben - auf die Zeichnung klicken!)
Und dass der Präsident des Schweizer Lehrer/-innenverbandes, Josef Zemp, das noch begrüsst, ist mir schleierhaft.
Ich ärgere mich.

1 Kommentar:

Prof. Martin Hofmann hat gesagt…

Hallo Theo

Ja, da kann ich mich deinem Ärger nur anschließen. Dies ist sicherlich der falsche Weg, um das schweizerische Bildungssystem zu harmonisieren.

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