15.02.2013

Effizient arbeiten in einer digitalisierten Welt: Wie geht das?

Philippe Wampfler sagt in einem sehr hilfreichen Blogposting kristallklar, kurz und knapp, wie er das macht - und hinkriegt. Einfach gut in diesen schwierigen Zeiten, wo uns Ratgeber zu allem und jedem auf die richtigen Wege führen (müssen?). In den Kommentaren zu seinem Post finden sich noch zwei weitere Beiträge zu dieser Frage. Einer in Form eines Mindmaps, der andere verweist auf einen Artikel von Rolf Dobelli (ja, genau dem), der "gesunde Nachrichtendiät" propagiert.

Der Beitrag Wampflers steht in einem relativ weiten Kontext. Eckpunkte zB. Miriam Meckel, Elsabeth Stern, Verena Steiner. Das intellektuelle Arbeiten (Denken, Lernen, Forschen) in Hinsicht auf Effizienz zu lernen, scheint einem Bedürfnis zu entsprechen: Hier muss ein Berg an Wissen für eine Prüfung "verinnerlicht" werden, dort will die Informationsflut gefiltert, geordnet, bewältigt werden, da wiederum verlangt ein intellektueller Output saubere Recherche; glücklich, wer für solches Arbeiten jemanden fragen kann, wie's geht, oder sogar angeleitet wird!

Ich erinnere mich noch gut, wie ich als Student mithilfe des Büchleins Rationeller Lernen lernen von Regula Schräder-Näf während der Schlussprüfungen unterwegs war. Um dann als Gymnasiallehrer mit Klassenlehrerfunktion der edlen Aufgabe nachkommen zu dürfen, die mir speziell  anvertraute Klasse in speziellen Stunden mit "Arbeitstechnik" zu beglücken. Diese Aufgabe zog sich über Jahrzehnte hin. Die Lehrmittel änderten sich zwar (eines darunter trägt einen besonders Mut machenden Titel: Lernen ist lernbar... - wirklich?), eine Sache jedoch blieb bis ins 21. Jahrhundert hinein gleich: Die Schülerinnen und Schüler nahmen die Instruktionen zwar freundlich zur Kenntnis, arbeiteten jedoch weiterhin so, wie sie es schon immer getan hatten: Ihrer Lernbiografie gemäss. Das hiess in den allermeisten Fällen: irgendwie, chaotisch, kreativ. Planlos. Die Pointe: Alle schafften sie die Maturprüfung.
In Zeiten selbst organisierten Lernens brauchen junge Menschen vielleicht öfter einen Philippe Wampfler als papierene Lehrmittel wie die oben zitierten oder Lektionen in "Arbeitstechnik": einen Lehrer also, der seine Rolle als Lernbegleiter vermutlich ideal verkörpert und auf Wunsch seine Arbeitsmaximen sichtbar macht. Wie zB. in seinem heutigen Blogeintrag, den ich nur empfehlen kann!

Ein kleines PS noch: George Steiner, Der Meister und seine Schüler, inspiriert das Nachdenken zur Frage: Wie lernen? zusätzlich.

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