12.01.2014

Verantwortung? Ja - aber wer trägt welche und wofür?

Sonntag Morgen.
Das bedeutet oft: Sternstunde Philosophie des SRF miterleben.
Das wiederum heisst: Angeregt werden zum Nachdenken und Weiterdenken, eingeladen werden zum Transfer des Gehörten auf das eigene Alltagshandeln, inspiriert werden zum Ausweiten des eigenen Möglichkeitsraums.

Heute stellte sich der Philosoph Konrad Paul Liessmann den klugen Fragen von Katja Gentinetta. Umkreist wurde das Thema Verantwortung in einer komplexen Welt: Wer ist wofür verantwortlich? Wie ist das Verhältnis von Eigenverantwortung und Verantwortung für andere? Muss ich überhaupt Verantwortung für das übernehmen, was ich tue? Gibt es eine besondere Verantwortung der Philosoph/-innen? Bin ich effektiv verantwortlich für meine Tugenden, wie Aristoteles sagt? Was bedeuten Gewissen und Erwachsensein in diesem Kontext?

Es ist ein spannendes Gespräch daraus entstanden, wobei ich mich trotzdem etwas gewundert habe – nämlich darüber, wie sehr der Philosoph zu wissen glaubt, wie es ist, wie wenig er zweifelt, wie schlecht er zuhören kann, wie oft er der Moderatorin ins Wort fällt. Aber nachdenken über die Inhalte kann man ja trotzdem.

Natürlich stellen sich sofort weitere Fragen, zum Beispiel zu einem Bereich, der nicht angesprochen wurde: der Bildung. Wer ist letztlich verantwortlich für die (Aus)Bildung junger Menschen? Welche Verantwortung kommt einer Lehrperson zu? Wo liegt die Grenze zwischen der Eigenverantwortung der Studierenden und der Verantwortung der Lehrpersonen? Ab welchem Alter kann ein/e Schüler/-in Verantwortung übernehmen für sich und ihren Lernerfolg? Usw.

Es gibt bekanntlich viel Literatur zum Thema, von Kant über Hannah Arendt zuWeischedel und Bieri, von Hans Jonas über Hanspeter Padrutt zu Peter Singer. Aber auch dieses aktuelle Gespräch:


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